Flüstern in stehenden Zügen

nach dem Stück von Clemens J. Setz
Theater-Live-Film von Visar Morina

C ist allein. Einziger Kontakt zur Außenwelt: das Telefon. Aber wen anrufen, wenn man niemanden hat. Was könnte es da Aufbauenderes geben als ein Telefonat mit einer Kundenhotline? Oder endlich den Spieß umdrehen und die Absender all der nervigen Spam-Mails zur Rede stellen! Clemens Setz, ein Meister des Skurrilen, des rätselhaften magischen Realismus, erforscht nun eine kuriose Seite der Globalisierung. Der Filmregisseur Visar Morina stellt sich erstmals im Theater vor und zeichnet ein ebenso tief trauriges wie humorvolles Porträt eines Menschen in der Isolation.

Visar Morina, 1979 in Pristina geboren, begleitete verschiedene Theaterprojekte als Regieassistent, u. A. an der Volksbühne Berlin, bevor er an der Kunsthochschule für Medien in Köln Filmregie studierte. Sein Film-Debüt BABAI wurde mit drei der vier Förderpreise (Regie, Drehbuch, Schauspiel) auf dem Filmfest München 2015 ausgezeichnet. Es folgten weitere internationale Preise. Sein zweiter Film EXIL, für dessen Drehbuch er den Deutschen Drehbuchpreis gewann, wurde 2020 auf dem Sundance Festival und der Berlinale gezeigt.

Tickets 24.3.


Foto: Patrick Orth

Mit— Bekim Latifi, Leoni Schulz
Regie— Visar Morina
Bühne und Kostüme— Aleksandra Pavlović
Bildgestaltung und Kamera— Patrick Orth
Kamera— Florian Strandl
Dramaturgie— Harald Wolff