MK: Campus 2 - „Kunst und Aktivismus, der Zusammenhang, die Narrative und Strategien“

Ein Workshop von Julia Mimbang und Cana Bilir-Meier mit einem Impulsvortrag von Kodzo Abotsi und Robin Frisch

Wir müssen reden! MK: Campus ist ein Diskurs- und Aktionsraum für junge Erwachsene zwischen 20 und 30 Jahren an den Münchner Kammerspielen und in der Stadt. Zusammen mit Akteur*innen der Stadtgesellschaft werden virulente Themen aus dem aktuellen Spielplan aufgegriffen und gemeinsam mit dem Publikum zur Debatte gestellt. In öffentlichen Inputs teilen Expert*innen ihr Wissen zum Thema ‘Kolonialismus und seine Auswirkungen heute’ in variablen Dialogformaten. Anschließende Workshops für junge Erwachsene denken und erarbeiten die Themen weiter. Ziel ist es, junge Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zu verbinden, zu empowern und perspektivübergreifend neue Allianzen zu schmieden.

Workshops NUR mit Anmeldung unter: julia-lena.maier@kammerspiele.de
Die Teilnahme ist kostenlos, Zielgruppe: junge Erwachsene (20-30 Jahre)

„Kunst und Aktivismus, der Zusammenhang, die Narrative und Strategien“
Ein Workshop von Julia Mimbang und Cana Bilir-Meier mit einem Impulsvortrag von Kodzo Abotsi und Robin Frisch

Was wird als Wissen anerkannt und was ist Teil einer sichtbaren Geschichtserzählung? Wie kann ein kritischer Umgang mit öffentlichen und privaten Archiven gelingen?
Wie gehen Künstler*innen, Theoretiker*innen und Aktivist*innen mit der Geschichte und Erinnerung von Migration und Kolonialismus um? Anhand von dekolonialen und antirassistischen Beispielen in politischer Empowermentarbeit, künstlerischen, fotografischen, filmischen und lyrischen Mitteln, analysiert der Workshop verschiedene Zugänge.

Julia Mimbang, geboren in Kamerun. Studium der Politikwissenschaft in Italien und München. Sie arbeitet im Online Marketing, als Referentin für frau.kunst.politik in München und kandidierte 2019/20 für die Münchner Stadtratsgruppe ZuBa (Zusammen Bayern). Ihr Interesse an sozialen und politischen Themen hat seinen Ursprung bei ihrer Urgroßmutter, die sich stark für die kamerunische Frauenbewegung engagierte. Julia Mimbang interessiert sich unter anderem für die Themen Migration, Integration, Diskriminierung und Rassismus und ihre Schwerpunkte liegen in der Bildung und Repräsentation von Migrantinnen auf der politischen Ebene. Sie setzt sich für faire Chancen und persönliche Entfaltung für alle Migrant*innen und die Befähigung zur Partizipation an sozialen und politischen Entwicklungen ihres Wohnortes München ein.

Cana Bilir-Meier, studierte an der Akademie der Bildenden Künste Wien Kunstpädagogik und Bildende Kunst, an der Schule für unabhängigen Film Friedl Kubelka in Wien, sowie an der Sabancı-Universität in Istanbul. Sie ist derzeit Interims Professorin für Kunstpädagogik an der Akademie der Bildenden Künste München. 2018 hat sie gemeinsam mit ihrer Mutter Zühal Bilir-Meier die Initiative an das Gedenken an Semra Ertan mitgegründet und 2020 den Gedichtband „Semra Ertan – Mein Name ist Ausländer“ herausgegeben. Die filmischen und filmisch-performativen Arbeiten von Cana Bilir-Meier bewegen sich an den Schnittstellen von Archivarbeit, Textproduktion, historischen Recherchen und zeitgenössischer Medienreflexivität und -archäologie. Sie verweben private Archive mit historischen und zeitgenössischen politischen Prozessen und ihren Abbildern in den Medien.