What is the City?

Debattenreihe zur Zukunft der Stadt in Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung

Mit Armen Avanessian, Marton Gergely, Jón Gnarr, Katrin Habenschaden, Eva Mair-Holmes, Veronica Kaup-Hasler, Barbara Mundel, Alex Rühle, Alexandra Föderl-Schmid u.a.

Was macht unsere Stadt aus? Wem gehört diese Stadt überhaupt? Und wie soll sie in zehn Jahren aussehen? Wann wird die letzte Familie aus dem Zentrum gentrifiziert? Wieviele SUVs verträgt ein einzelner Bürgersteig? Und wie soll man sich noch die Meinung sagen, wenn alle dauernd Maske tragen? Es gibt seit dem Beginn der Pandemie kaum noch Orte der Begegnung. Die Kammerspiele wollen ihr Haus öffnen für die Stadtgesellschaft. Raum schaffen. Podien ermöglichen. Für all die Fragen, die sich jetzt aufdrängen.

Eröffnen wollen wir diese Reihe am Sonntag den 1. November rund um folgende Fragen: Wie kann man eine Milliarde fehlende Gewerbesteuer kompensieren? Wer muss bluten und für wen? Wie belastbar ist die Demokratie? Und wann wird es endlich wieder so, wie es nie mehr sein wird?

11.00 -12.30 Uhr, Schauspielhaus:
Morgen schon an heute denken: In welcher Stadt werden wir leben wollen?
Wir haben erhebliches Wissen über unsere Zukunft. Folgen wir einem Ansatz des Philosophen Armen Avanessian und nutzen wir diese Perspektive, um in die Gegenwart zu gucken und die Kriterien zu diskutieren, anhand derer wir jetzt in der Corona-Krise Entscheidungen treffen werden, die unser Leben für die nächsten 20, 30 Jahre bestimmen. Und schauen wir genau hin, wie sich andere Städte in Zeiten des Umbruchs und der massiven Einnahmeausfälle Handlungsspielräume erhalten. Es diskutieren Armen Avanessian, die Zweite Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München Katrin Habenschaden, Kammerspiele-Intendantin Barbara Mundel und per Zoom der ehemalige Bürgermeister von Reykjavik, Jón Gnarr.

Mit: Armen Avanessian, Jón Gnarr, Barbara Mundel, Katrin Habenschaden. Moderation: Alex Rühle

13.00-15.00 Uhr, Schauspielhaus:
Bye-Bye Öffentlicher Raum: Democracy Dies in Darkness
Wir nehmen das Verschwinden des öffentlichen Raumes in den Blick: Angesichts des radikalen Um- und Abbaus im Zeitungs- und Medienwesen im Verlauf der Corona-Krise, aber auch angesichts der absehbaren Verwerfungen für die Kulturszene lässt sich feststellen, dass der öffentliche Raum massiv Schaden nimmt. Was bedeutet das für die Gesellschaft, was bedeutet es für eine Stadt? Darüber müssen wir reden. Um 13 Uhr zunächst über die Situation der Zeitungen und Medien mit Harald Staun (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung) , Caroline von Lowtzow (Zündfunk, BR) und dem ungarischen Journalisten Márton Gergely, der von innen heraus erlebt hat, wie das ist, wenn mitten in der EU ein Land die Meinungsfreiheit aushöhlt.

Mit: Márton Gergely, Caroline von Lowtzow, Harald Staun, Moderation: Alexandra Föderl-Schmid (stellvertretende Chefredakteurin der SZ)

Um 14 Uhr schauen wir dann genauer darauf, was das Wegbrechen der Kulturlandschaft für Folgen hat. Wir sprechen dazu unter anderem mit der Kulturstadträtin der Stadt Wien, Veronica Kaup-Hasler (per Zoom) und der Leiterin des Münchner Trikont-Plattenlabels, Eva-Mair Holmes.
Mit: Veronica Kaup-Hasler, Eva-Mair Holmes, N.N.

Preis: 15 und 10 Euro