„Wir Schwarzen müssen zusammenhalten“ – Eine Erwiderung

Eine bayerisch-togoische Zeitreise von und mit E. Agbédjidji, R. Alfa, P. Assem, J. D. Bessoga, O. Ebert, D. Galiao, J.-C. Gockel, D. Kalanféi, J. Kurzweg, N. Mensah-Offei, M. Pietsch, K. Togbonou, M. Weigel, E. Zuleeg

Bitte beachen Sie: der Live-Stream findet auf der Startseite der Münchner Kammerspiele statt.

Am Anfang dieser internationalen Stückentwicklung stand die Konfrontation mit einem ungeheuerlichen Zitat von Franz-Josef Strauß aus dem Kontext seiner Freundschaft mit dem ehemaligen togoischen Präsidenten Gnassingbé Eyadéma: "Wir Schwarzen müssen zusammenhalten!". Ein schiefes Bild, das einen Zusammenhalt zwischen dem schwarz-konservativ regierten Bayern und der früheren deutschen Kolonie Togo entwirft und dabei Machtverhältnisse, wirtschaftliche Interessen und die politische Situation in einer Jahrzehnte dauernden Herrschaft überdeckt. Ein Zitat als Symptom verdrängter kolonialer Schuld und postkolonialer Verstrickung Deutschlands, deren Aufarbeitung gerade erst beginnt. Eine Aussage, die einer Erwiderung bedarf.

Lässt sich von hier aus noch von Begegnung, von Dialog, von Zusammenhalt sprechen, und wie?
Im Austausch zwischen togoischen Künstler*innen und einem Team der Münchner Kammerspiele entwickelt, erzählt das doku-fiktionale Mash-up aus Schauspiel, Puppenspiel, Comic und Film die Zeitreise einer futuristischen Geisterjägerin. Sie entlarvt koloniale Phantome und verfolgt sie bis in die heutigen Köpfe.

Am Samstag, 10.4. findet im Anschluss der Aufführung ein Publikumsgespräch mit der Schauspielerin Nancy Mensah-Offei, dem Regisseur Jan-Christoph Gockel und der Dramaturgin Olivia Ebert statt. Der Beginn ist ca. 15 Minuten nach Ende der Aufführung via Zoom.
Zoom-Link: https://muenchner-kammerspiele-de.zoom.us/j/91227781379

Die Vorstellungen am 10.4. wird auf Deutsch mit französischen, und auf Französisch mit deutschen Übertiteln gezeigt.

Die Vorstellungen am 24.4. und 25.4. werden auf Deutsch und Französisch mit englischen Übertiteln gezeigt.

Am Sonntag, 25.4. findet nach der Aufführung und im Rahmen des Themenwochenendes „Working in international constellations“ ein Publikumsgespräch in englischer Sprache statt. Der Zoom-Link wird hier in Kürze bereitgestellt.

Tickets für den 24.4.


Tickets für den 25.4.


Koproduziert

mit dem Goethe-Institut. Lokaler Partner Togo: Goethe-Institut Lomé


Nancy Mensah-Offei in „Wir Schwarzen müssen zusammenhalten“ – Eine Erwiderung (Foto: Martin Weigel)


Hier geht es zum digitalen Programmheft mit der Besetzungsübersicht, Infos zu den künstlerischen Kollaborationen, Fotos und weiterem Material. Zum Programmheft

Schauen Sie sich auch die digitale Einführung an. Ensemble-Mitglied Komi Togbonou und die Dramaturgin Olivia Ebert sprechen über die Stückentwicklung und die künstlerische Zusammenarbeit.




Von und mit— Ramsès Alfa, Dr. Kokou Azamede, Jeannine Dissirama Bessoga, Danaye Kalanféi, Nancy Mensah-Offei, Michael Pietsch, Komi Togbonou, Martin Weigel
Idee— Jan-Christoph Gockel, Komi Togbonou
Regie— Jan-Christoph Gockel
Live-Kamera und Bildgestaltung— Eike Zuleeg
Bildmischung und Schnitt— Denize Galiao
Text— Elemawusi Agbédjidji und Ensemble
Comic— Aka (Adodokpo Kokou Armand), Tsidkenu Ezechias Gbadamassi (Kias), Kiel (Tsidkenu Ezechiel Gbadamassi), Paulin Assem
Bühne und Kostüm— Julia Kurzweg
Kostüm-Kollaboration— Ayanick Nini Nicoué
Puppenbau— Danaye Kalanféi, Michael Pietsch
Dramaturgie— Olivia Ebert
Licht— Christian Schweig
Videotechnik & Live-Stream— Thomas Zengerle
Live-Musik— Komi Togbonou und Martin Weigel und der PERforMERK II quad analog synthesizer
Ton Filmszenen— Caled Boukari
Übersetzung und Übertitelung— Charlotte Bomy, Yvonne Griesel
Inspizienz— Stefanie Rentdorff
Soufflage— Jutta Ina Masurath
Wissenschaftliche Beratung— Dr. Kokou Azamede
Outside Eye— Kokutekeleza Musebeni
Regieassistenz— Noémi Berkowitz
Bühnenbildassistenz— Hannah Wolf
Kostümassistenz— Mirjam Pleines
Koordination Recherchereise und Live-Stream Lomé— Goethe Institut Lomé (Edem Attiogbé, Séraphin N’Taré Adjogah)